Grenada - Eine wirklich traumhafte Reise


Am 13. Nov. ging es mit dem Auto erst mal nach Frankfurt, einen Tag vor dem Abflug damit man auch schon mal in der Nähe ist. Ach ja, wir sind zu fünft, nebst klein Suri (8 Monate alt).

Wir sind für eine Nacht im Steigenberger Hotel Frankfurt Langen untergebracht, ein sehr gepflegtes und auch recht komfortables Haus, in welchem zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts allerdings gerade renoviert wurde.

14. Nov. – der Shuttle Bus ist auf 8 Uhr bestellt.... 8.10 h kein Shuttle,

Unser Flug geht 9.45 h.... 8.20 h  der Shuttle ist endlich da, der Fahrer meint es wäre überall Stau und einen Unfall gäbe es dann auch noch... super.
9.10 h wir sind am Check in, die nette Dame ruft gleich am Gate an, dann der Schock; der Gate ist bereits dicht... Flug verpasst... was nun?
Also los zum nächsten Schalter der Fluggesellschaft, hier schildern wir unsere Miesere und ein sehr netter junger Mann bucht uns, nach dem er sich wirklich nach allen Möglichkeiten erkundigt hat, Stand by Plätze auf einer Maschine welche am 16. Nov nach Barbados fliegt. Na, gut dann eben noch 2 Tage in Frankfurt. Zurück im Hotel, schildern wir dort unsere Lage und bekommen dann, welch Wunder, noch zwei Tage Aufenthalt umsonst.
Später schreiben wir dann gleich eine Mail an.

Andrea und meinen Bruder Michael, die schon auf Grenada sind und uns erwarten. Dann helle Aufregung bei den beiden als sie unsere Mail bekommen. Sie rufen uns sofort an und fragen was passiert ist. Andrea hat zum Glück ihren Computer dabei und im Coyaba gibt es kostenloses WLan, kann daher schnell nachprüfen, ob der Flug nach Barbados die beste Möglichkeit ist weiter zu kommen. Was sie uns dann auch bestätigt. Den der Nächste Direktflug nach Grenada wäre erst eine Woche später.
16. Nov. 11 Uhr ab zum Flughafen, der Flug nach Barbados geht um 16.45 h und die Stand by Plätze sind  nicht fest, sondern werden erst kurz vor Abflug fest gebucht.. je nach dem was dann noch frei ist.... klasse.
Check in..... 3 Std. auf dem Flughafen rumhängen und warten.

14.45 h los zum Gate, hoffentlich klappt alles.

Die nette Dame am Gate von der Lufthansa " Sie sind 5 Personen und ein Baby, na dann knobeln sie schon mal wer mit fliegt, wir haben noch 3 Plätze frei" - kleine Anmerkung *Anlass dieser weiten Reise war die Hochzeit von Andrea mit meinem Bruderherz Michael*- Nette Dame auf unsere frage hin, ob den eine Möglichkeit bestünde, dass wir alle mitkönnen "Ja es könnte durchaus sein, dass sie alle mitkönnen, aber das kann ich ihnen erst kurz vor Abflug sagen".....zitter, angespannte Nerven. Außer uns ist auch noch eine junge Frau am Gate, die ihr Ticket erst am Abflugtag gekauft hat. Ich denke sie zittert noch viel mehr als wir, den es kann gut sein, dass sie hier bleiben muss.

15.45 h wir sind alle im Flugzeug..... danke lieber Gott! Uns allen ist ein gigantischer Felsbrocken vom Herzen gefallen, als die Dame der Lufthansa sagte, sie können alle mit.

Nur die junge Frau hatte kein Glück, sie musste in Frankfurt bleiben.

Der Flug verlief sehr gut, hin und wieder ein paar kleine Turbulenzen, aber unser Pilot hatte das alles super im Griff. Ich sollte an dieser Stelle vielleicht auch erwähnen, dass dies mein erster Langstreckenflug war. Um 11h p.m waren wir dann schließlich am Flughafen auf Barbados. Einreise eine absolute Katastrophe... gigantischer Papierkram. Nachdem wir die Prozedur dann hinter uns hatten gleich los zum Schalter der Fluggesellschaft, Schock. Weit und breit keine Menschenseele zu sehen, klar mitten in der Nacht. Was nun? Wir alle sind müde und fertig und sehnen uns nach dem Bett. Am schlimmsten ist es für unsere Suri, sie sollte eigentlich schon seit einigen Stunden schlafen.
Plötzlich taucht ein Mitarbeiter der British Airways auf. Er ist sehr nett, hilft uns mit seinem Handy aus, damit wir Kontakt zu Andrea und Michael auf Grenada aufnehmen können. Die beiden buchen uns dann für den nächsten Morgen einen Weiterflug nach Grenada, aber der geht erst um 11 h.
Wir brauchen eine Unterkunft, den am Flughafen können wir unmöglich übernachten. Der nette Herr besorgt uns ein Appartement für eine Nacht... den hat der Himmel geschickt.

Nach 5 min. Taxifahrt und 10 min. Diskussion mit der Besitzerin des Appartements, welche es sich fast noch einmal anders überlegt hätte,  können wir uns dann endlich todmüde ins Bett fallen lassen. Aber der Schlaf möchte sich einfach bei keinem von uns so richtig einstellen. Suri schreit, Ihre Eltern wissen schon nicht mehr was sie tun sollen und ich liege auf dem Sofa und warte auf den Morgen.

8.00h das Taxi ist da, ab zum Flughafen. Dort angekommen  rasen wir gleich zum Check in und anschließend erst mal Frühstück... Burger und Cola.

Um 11h ist es dann soweit, wir sitzen alle in einer nicht gerade vertrauen erweckenden Maschine, welche überall irgendwie klappert. Der Flug von Barbados nach Grenada dauert nur 45 Minuten und ich  hoffe das wir heil ankommen!

Um 12h sind wir dann auf Grenada, die Einreise ist genau gleich wie auf Barbados, aber wir sind froh endlich da zu sein. Die Insel macht hier am Flughafen schon einen ganz anderen Eindruck als die etwas entfernte Insel Barbados. Alles ist herrlich grün und der Flughafen strahlt schon einen ganz besonderen Charme aus.

Mein Bruder hat uns auch schon einen Fahrer geschickt, der uns zum Hotel bringen soll, aber leider ist sein Auto für uns alle viel zu  klein und wir nehmen dann eben ein Taxi. 10min. später fahren wir im Hotel vor. Andrea und Michael warten schon. Bei uns allen löst sich nun die Anspannung, die wir die letzten Tage mit uns herumtragen haben und wir fallen uns in die Arme und sind einfach nur froh endlich da zu sein.

Vor uns liegen nun 12 Tage Erholung und Entspannung pur und natürlich auch noch die bevorstehende Hochzeit, auf die wir alle schon sehr gespannt sind.

Das Coyaba Beach Resort (http://www.coyaba.com/) gelegen am Grand Anse Beach ist ein wunderschönes und auch sehr gepflegtes vier Sterne Haus. Schon der erste Eindruck ist einfach nur traumhaft.

Alle Zimmer sind zum Meer ausgerichtet und zum Strand braucht man nur seine sieben Sachen zu schnappen und geht einfach zur Anlage hinaus.

Die Angestellten sind alle sehr freundlich und auch der Service ist erste Klasse. Kurz um, das Coyaba Beach hat seine Sterne auf jeden Fall verdient. Das einzige Minus für einen deutschen  Urlauber ist vermutlich das sehr britisch ausgerichtete Frühstück, hier könnte noch etwas mehr geboten werden. Aber wen man bedenkt, dass die komplette Anlage 2004 dem Sturm „Ivan“ zu Opfer gefallen ist, muss man schon sagen, dass die Hotel Manager hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet haben.

In der Nähe des Hotels befindet sich außerdem ein Supermarkt mit angrenzender Shopping Mal und auch noch ein sehr gutes Sushi Restaurant, sowie eine Pizzeria.

Die ersten Tage liegen wir nur faul am Strand und genießen das wunderschöne Wetter und den herrlichen Atlantik, der hier sehr warm ist und bei den sommerlichen Temperaturen geradezu einlädt sich in die Fluten zu stürzen um sich etwas Abkühlung zu verschaffen.

Wir  unternehmen auch einen kleinen Ausflug mit einem Bus nach St. George’s der Hauptstadt von Grenada. Ich sollte vielleicht noch sagen, dass man sich die Busse dort nicht so vorstellen darf wie bei uns. Die Grenadiener fahren mit kleinen Van’s in der Gegend herum und wen man dann so nichts ahnend an der Straße läuft, springt auf einmal einer aus einem dieser Fahrzeuge und fragt nach, wo man hin möchte, es wird dann einfach eingestiegen und los geht es. Abkassiert wird erst am Ziel und für 2,50 EC-$ (Grenadienische Währung), kann man sich da wirklich nicht beklagen, vor allem weil es wirklich ein super Spaß ist.   In St. George’s gibt es wirklich einiges zu sehen und man sollte auf jeden Fall nicht verpassen den Markt am Samstag zu besuchen. Von St. George`s aus gehen dann auch Wasser Taxi’s zurück zu den Hotels, die Taxi’s legen dann direkt am Strandabschnitt des betreffenden Hotels an.

Am 20. Nov. ist es dann soweit, Tag der Hochzeit. Alle sind aufgeregt, die Damen werden zum Friseur abgeholt und die Herren der Schöpfung liegen am Strand und passen auf klein Suri auf.

Um 15 Uhr werden wir dann mit einem Taxi abgeholt, welches uns dann zum “Morne Rouge Beache“ bringt. Es ist traumhaft. Der Strand sieht aus wie aus dem Fernsehn. Weißer Sand, Palmen und direkt am Strand wird dann auch die Trauung von einer Bischöfin (die nennen sich da so) vollzogen.

Anschließend wird dann gleich die Hochzeitstorte angeschnitten und unter den Gästen verteilt.

Das anschließende Essen ist sehr lecker und das Restaurant befindet sich direkt am Strand. Schließlich brechen wir dann wieder auf und fahren zurück ins Hotel, wo wir schon einen Tisch reserviert haben, um dort dann noch ein bisschen zu feiern. Dort steht mir dann auch noch meine Feuertaufe bevor..... singen.

Das mit dem singen klappt dann auch ganz gut. Susi, die beste Freundin von Andrea und ich  haben uns für "Only you" von den Flying Pickets entschieden, fragt dann bei der Live Band nach ob sie uns den begleiten würden und nachdem die Jungs sich das Lied per

mp3 - Player angehört haben stimmen sie auch ganz begeistert zu.

Viel zu schnell geht der Tag, auf den wir uns alle so sehr gefreut hatten vorbei. Aber ich bin ganz froh, dass ich das singen endlich hinter mir habe.


Wir haben noch eine  Inselrundfahrt gebucht, bei der wir unter anderem auch eine Muskatnuss- und eine Rumfabrik besuchen.

In der Rumfabrik lasse ich es mir nicht nehmen, etwas von dem 70%-igen Rum zu kosten, den man allerdings nur verdünnt mit Wasser trinken kann und selbst dann hat das Zeug noch eine hervorragende Wirkung, den meine Halsschmerzen, welche mich schon seit 2 Tagen plagen, sind mit einem mal verschwunden. Bei einer solchen Inselrundfahrt sollte man übrigens darauf achten, die Tour mit „Sunsation Tours“ zu machen und hier unbedingt Ian als Reiseleiter verlangen. Er ist wohl der beste Reiseleiter der Insel. Mehr möchte ich über die Inselrundfahrt nicht von mir geben, den sonst kommt ihr vielleicht auf die Idee diese wunderschöne Insel nicht selbst zu besuchen!

Zwei Tage später machen wir dann noch eine Tour mit einem Katamaran. Es geht zum Schnorcheln, aber leider kann ich mir die tolle Unterwasserwelt nicht ansehen, da ich immer noch diese Erkältung mit mir rumtrage. Die 4 Stunden auf dem Wasser gehen auch viel zu schnell vorbei, es ist wirklich toll die Kraft des Atlantiks zu spüren

Die restlichen Tage verbringen wir am Strand im Schatten, denn die Sonne hat hier eine wirklich unglaubliche Kraft. An unserem letzten Abend genießen wir nochmals das leckere 4 Gänge Menü und bei uns allen liegt etwas Wehmut in der Luft, denn Morgen müssen wir wieder nach Hause.

Die Tage auf Grenada waren wunderschön und ich möchte mich hier ganz herzlich bei Andrea bedanken, die die Organisation für diese Reise übernommen hat und mit ihrem Reisebüro hoffentlich noch recht viel Erfolg haben wird.

Texte & Bilder von Nicole Decker