Maledivenurlaub auf "Sun Island" vom 3. bis 18. Oktober 2005



Unsere Flitterwochen verbrachten wir in dem 4,5-Sterne-Resort & Spa "Sun Island" der Villa-Hotel-Gruppe im Süd-Ari-Atoll der Malediven. Veranstalter: Meier´s Weltreisen.
An- und Abreise
Von München flogen wir in einem ca. 9-stündigen Nachtflug nach Colombo, Sri Lanka, da es von München keinen Direktflug nach Male gibt. In Colombo mussten wir aussteigen, da das Flugzeug gereinigt und neu betankt wurde, und ca. 40 Minuten auf den Anschlussflug nach Male warten. Dieser dauerte eine weitere Dreiviertelstunde. Am Flughafen in Male angekommen, wurden wir mit einem Bus zum "Air Taxi"-Flughafen gebracht. Mit weiteren 15 Personen wurden wir mit dem Wasserflugzeug zu unserer Hotelinsel gebracht. Der Flug über die ozeangrüne Atollwelt der Malediven ist unbeschreiblich und lohnt in jedem Fall. Im Vergleich zum alternativ buchbaren 3-stündigen Schnellboottransfer war der kurze 30-minütige Flug nach der vorhergenden langen Reise sehr angenehm. Der "Landeplatz" zu Wasser ist der Insel etwas vorgelagert, sodass wir noch eine kurze Strecke mit dem Boot zum Anlegesteg unserer Ferieninsel gebracht wurden. Bei der Rückreise sind wir direkt von Male nach München zurück geflogen. Sowohl An- und Abreise verliefen problemlos, die Organisation (Fluggesellschaft: LTU) war einwandfrei.
Insel/ Hotelanlage
Die für maledivische Verhältnisse recht große Insel (1,6 km lang, 400 m breit) hat eine wunderschöne tropische Vegetation, einen weißen, feinsandigen Strand und ist umgeben von sehr warmem, sehr sauberem türkisfarbenem Wasser mit einer einzigartigen Unterwasserwelt (Korallen, Fische in allen Größen, Formen und Farben, Rochen, Babyhaien, sogar eine große Meeresschildkröte haben wir beim Schnorcheln entdeckt!). Die Hotelanlage ist sehr gepflegt (die Wege und sogar der Strand werden mehrmals täglich gekehrt!) und Landschaftsarchitekten haben offenbar Ihr ganzes Herzblut in die Gestaltung der Grünflächen gelegt. Es gibt auf der Insel eine große Plantage, auf der Bananen und Mangos angebaut werden, die jeden Tag im Restaurant frisch serviert werden. Die Hauptgebäude in der Mitte der Insel (große Eingangshalle, Hauptrestaurant, Bars) sind landestypisch offen gestaltet (keine Wände) und man spürt daher immer eine angenehme Brise, selbst wenn man sich "drinnen" befindet. Es gibt eine großzügig und schön angelegte Poollandschaft, die wir allerdings nur einmal genutzt haben, da das Meer in all seinen Facetten zu verlockend war und die um den Pool gruppierten Italiener nie zu überhören waren... Die Bungalows sind über die gesamte Insel verteilt. Es gibt 3 Kategorien: die Deluxe-Bungalows mit je 4 Wohneinheiten, die im Inneren der Insel liegen; die Super-Deluxe-Bungalows mit je 2 Wohneinheiten, die direkt am Strand liegen; und die Wasserbungalows, die direkt auf Stelzen über dem Meer gebaut sind. Unser Super-Deluxe-Bungalow war sehr geräumig und sehr sauber (der Roomboy kam jeden Tag 2x). Die Einrichtung war zweckmäßig, aber schön, und das Bett war sehr bequem. Die Klimaanlage und der große Deckenventilator waren oft im Gebrauch. Das Bad war ebenfalls sehr geräumig und das Highlight war die Außendusche, wo man, durch eine Mauer geschützt vor neugierigen Blicken, unter Sonnenschein oder Sternenhimmel, bei Vogelgezwitscher und Meeresrauschen, duschen konnte.



Klima
Die Temperaturen waren stets um die 30 ° und die Luftfeuchtigkeit lag bei ca. 85 %, was für einen Europäer erst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Die Tatsache, nie einen langen Pullover zu benötigen, war sehr angenehm. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht beträgt lediglich 2 °, so dass man selbst nachts schwitzen würde, wäre da nicht die Klimaanlage. Das Wärmeauftanken tat jedoch sehr gut.
Verpflegung
Wir hatten All-Inclusive gebucht, was folgendes einschloss: 3 Hauptmahlzeiten im Hauptrestaurant (immer in Buffetform), 1 sogenannte "Sun-Down-Break" zwischen 16:00 und 18:00 Uhr im "Vani-Coffee-Shop", bei der man Tee/ Kaffee und Sandwiches und Kuchen bekam, sowie alle alkoholfreien und lokalen alkoholischen Getränke (keine Cocktails und keine Mixgetränke) von 10:00 - 01:00 Uhr in der Hauptbar, an der Poolbar (direkt im Swimmingpool! Herrlich!) und an der Strandbar. Die Buffets waren immer hervorragend, die Auswahl war riesengroß, und die Pastagerichte hätte man besser in Italien nicht bekommen können! Das Essen war von eigens angestellten "Food Artists" immer wunderschön dekoriert angerichtet. Es gab zu jeder Mahlzeit frisches, süßes Obst wie verschiedene Melonen-Sorten, Ananas, Mangos, Guaven, Passionsfrüchte und Bananen. Das Nachspeisenbuffet war legendär und man schaffte es trotz häufiger Vorsätze einfach nicht, einmal eine Nachspeise ausfallen zu lassen... Allerdings hatte das Hauptrestaurant, in dem sich zu den Hauptmahlzeiten immerhin an die 600 Gäste versammelten, wegen seiner Größe und den eng gestellten Tischen eher Kantinen-Charakter, weswegen wir uns dann auch einmal ein "Romantic Dinner" auf unserer Veranda am Strand leisteten, bei dem uns ein eigens für uns abgestellter Koch und Kellner mit einem 6-gängigen Menü (Suppe, Salat, Hummer, Fisch, Früchte und Dessert) verwöhnten.


Freizeitaktivitäten
Wem das Entspannen am Strand, das stundenlange Schnorcheln im "Riesenaquarium" Meer, das Beobachten der unzähligen tierischen Inselbewohner (Strandläufer, Amseln, Gekkos, Mini-Leguane, Einsiedlerkrebse, Geisterkrabben, Riesenkrabben, Krähen, Flughunde, usw. usw.) nicht genug war, der konnte sich beim Surfen und anderen Wassersportarten, im sehr modern ausgestatteten und gut klimatisierten Fitnessraum, beim Badminton, Tischtennis oder Billard, in der kleinen Bibliothek, im Business Center beim email-schreiben oder bei der täglichen Stachelrochen- und Babyhai-Fütterung die Zeit vertreiben. Das vor kurzem eröffnete, moderne und unglaublich schön gestaltete große Freiluft-Spa auf der Insel verdient eigentlich einen eigenen Bericht. Hier sei nur soviel erwähnt, dass das Wellnessen bei Massagen, Ganz-Körper-Packungen, Facials, Blütenbädern und Tee trinken mitten in tropischer Vegetation eine Erfahrung ist, die uns sicher immer unvergessen bleibt.



Ausflüge
Von der Reiseleitung der Insel wurden unzählige halb- oder eintägige Ausflüge angeboten: Besuch der Nachbarinseln (eine andere Hotelinsel sowie eine Einheimischeninsel), Ausflüge zum Fischen, Schnorchelausflug zum entfernter gelegenen Korallenriff, Ausflug zum Delfin-Watching, usw. usw. Allerdings sind diese Ausflüge, wie alle Extras auf dieser Insel, nicht gerade billig, weswegen wir auch nur 2x unterwegs waren (einmal beim Schnorchelausflug und einmal auf den Nachbarinseln).
Abendunterhaltung
Jeden Abend ist in der Hauptbar ein anderes Programm geboten: von einheimischen Folkloregruppen über Karaoke- und Diskoabende bis hin zu Live-Musik. Wer den Trubel möchte, kann sich dort sicherlich gut amüsieren; romantisch am Strand unterm Sternenhimmel spazieren zu gehen oder auf der Veranda bei Kerzenschein zu sitzen hat uns allerdings besser gefallen...
Publikum
Neben vielen Deutschen ist die Insel insbesondere bei Russen, Engländern und Italienern sehr beliebt. Der Großteil der Urlauber waren Paare jeden Alters, es gab aber auch Familien mit Kindern und eine große Reisegruppe, die zu einem Kongress auf der Insel war. Offenbar haben die Malediven als Reiseziel in den letzten Jahren allerdings etwas an Exklusivität eingebüßt, da sehr viele Urlauber dem Anschein nach eher der "Mallorca-Typ" waren. Da sich die auf dieser Insel doch recht große Menge von Touristen jedoch tagsüber gut verteilt hat, war man meistens alleine und insofern hat dies auch nicht weiter gestört.
Fazit
Es war ein Traumurlaub, wie man ihn sich nur wünschen kann: Die Malediven sind wohl eines der letzten wahren Paradiese dieser Erde und die Eindrücke, die diese sagenhafte Natur- und Wasserwelt hinterlassen, sind nur schwer in Worte zu fassen. Der Service war fast zu jeder Zeit hervorragend, wie man es von einem 4,5 Sterne Hotel erwartet. Die Sauberkeit der Anlage war beispiellos und die Freizeitmöglichkeiten zahlreich. Das Spa war Luxus pur und die Freundlichkeit der Angestellten dort immer außerordentlich. Wenn auch die An- und Abreise lang sind: diese Perle im indischen Ozean muss man einmal miterlebt haben!
Wir danken Andrea Lenart für die gute Beratung und den freundlichen, persönlichen und kompetenten Service, mit dem wir sehr zufrieden waren!


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