BALI- Reisebericht von Marcus und Ev

Bali wird von Einheimischen und Touristen gerne auch Insel der Götter genannt! Wir können das nach unserem 14-tägigen Traumurlaub nur bestätigen.
Obwohl Anfang November 2005 unser Urlaubsziel eigentlich am anderen Ende der Welt, an der Mexikanischen Golfküste liegen sollte, hatte eine höhere Gewalt in Form eines Wirbelsturms doch Anderes mit uns vor.
Kurzentschlossen buchten wir mit geduldiger Beratung von Frau Lenart von unserer Reiseagentur Travel & Events unseren „Winterurlaub“ Asien.
Die kurze S-Bahnfahrt ab Böblingen und der ca. einstündige Transfer mit dem ICE von Stuttgart nach Frankfurt erfolgte sehr entspannt und gehörte preislich zur Reise.
Weiter ging es dann mit Singapur - Airlines in einem Nonstop-Flug nach Singapur. Der Service und Reisekomfort an Bord ist sehr lobend zu erwähnen. Besonders ansprechend empfanden wir die große Auswahl an TV-Unterhaltung, die jedem Reisenden individuell zur Verfügung stand. So war die Reisezeit von ca. zwölf Stunden kurzweilig.
Da unser Hinflug am 06.11.05 in den Abend- und Nachtstunden stattfand, verbrachten wir natürlich auch viel Zeit mit Schlafen.

Wohlbehalten gelandet, machten wir einen ca. zweistündigen Zwischenstopp auf dem sehr gepflegten Flughafen von Singapur, wo wir die erste Vorstellung bekamen, welche Art von Klima uns hier auf der anderen Seite des Äquators erwartete. Die verbleibende Flugzeit in Richtung Bali betrug nochmals zwei Stunden-ein Kinderspiel.
Nach einer zügigen und problemlosen Abfertigung am Flughafen verschlug es uns den Atem, als wir das Gebäude verließen. Es war für den Augenblick sehr schwülwarm und der Schweiß floss...

Unser Hotel, das Padma Bali, war in ca. 15 Minuten mit dem schon bereitstehenden klimatisierten Kleinbus schnell erreicht. Durch die sieben Stunden Zeitverschiebung war es am Ziel unserer Reise inzwischen auch schon später Abend. Trotzdem waren wir auf den ersten Blick von der riesigen offenen Lobby, der Anlage und den Zimmern völlig begeistert.
Das Padma Bali ist ein 4-Sterne-Haus mit drei verschiedenen Kategorien und direkter Strandlage an der Westküste.

Wir entschieden uns für die Garden Deluxe Chalets mit großem Bad, DVD- Gerät und besonders gutem Service für einen Aufpreis für 50 Euro pro Person, was wir nicht bereut haben.
Wir können dieses Hotel allen empfehlen, die auf Sauberkeit, guten Service, gute und vielseitige Küche, angenehme abendliche Unterhaltung wert legen, und so wie wir, einen Verwöhn- und Relaxurlaub planen.

Wir hatten das All- Inclusiv- Programm gebucht, da wir wenig experimentierfreudig sind, was das Essen außerhalb des Hotels anbelangt. Auch das stellte sich für uns als optimal heraus. Die abendlichen Speise Möglichkeiten gestalteten sich sehr vielseitig. Man hatte die Wahl zwischen europäischer und italienischer Küche, sowie japanischen und regionalen Themenabenden.
So sauber, gepflegt und luxuriös unser Hotel mit seinen sehr schön angelegten Parkanlage war, so erschreckend schmutzig und verarmt zeigt sich die Insel außerhalb. Dennoch sollte man nicht nur im Hotel bleiben und den großen warmen Pool und die Pool bar genießen, sondern auch in Kurztrips die Insel anschauen oder zum Shoppen in die Stadt gehen. Es kann vorab oder vor Ort problemlos gebucht werden. Auch hier sind wir auf Nummer sicher gegangen und haben für ein paar Euro mehr bei unserer Reiseleitung zwei Ausflüge zum Vogel- und Reptilien-, sowie zum Schmetterlingspark und zum Tanalot-Tempel gebucht

Natürlich kann man auch Mehrtagesausflüge unternehmen, welche sicher sehr schön und informativ sind, wie uns unsere Reisbekanntschaften berichteten. Alle Reisen sind mit gut deutschsprechender und sehr netter Reisebegleitung. Für uns war in gewisser Weise schon die Fahrt über die Insel, vorbei an Reisfeldern und großer Steinmetzkunst, das Ziel.

Es ist mit Sicherheit günstig des Englischen etwas mächtig zu sein, da außerhalb der Hotels kein Deutsch gesprochen wird. Jeder Service auf der Insel sollte extra mit einem kleinen Obulus honoriert werden, da dies zum Beispiel im Hotel schon im Verdienst eingerechnet wird. Wir haben aus diesem Grund schon im Vorfeld Ein-Dollarscheine besorgt. US-Dollar sind als Währung auf Bali ausreichend, denn mit Euro kommt man nicht weit. (Man sollte sie bei seiner Hausbank frühzeitig bestellen).

Der nahe Strand ist nicht zum Baden, dafür aber optimal zum Surfen geeignet. Da kein Riff vorgelagert ist, herrscht eine starke und unberechenbare Unterströmung auch schon in geringer Wassertiefe.

Wir hatten das große Glück, in der Regenzeit nur an einem Tag einen Gewitterguß zu erleben, der schon eindrucksvoller als in der Heimat von statten geht. Ansonsten haben wir unbeschwert am oder besser im ca. 35°C warmen Pool gelegen und den einen oder anderen Cocktail genossen. Kopfbedeckung und Sonnenschutz nie vergessen!
Das All- Inklusiv- Programm hat sich für uns vier Erwachsene unter anderem in der Weise bezahlt gemacht, dass wir ohne verschwenderisch zu sein, am Ende für die Verpflegung im Hotel nochmals ca. 2000 Euro hätten ausgeben müssen.

Abschließend und bei Betrachtung unserer Urlaubsfotos kann ich nur sagen:

"I think to my self - what a wonderful world!" 

Jeder Zeit gerne wieder!

 

Text + Bilder: Ev & Marcus Kretschmar

   
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